Partnerverein

HARROW-LAWN-TENNISCLUB – unser Partnerverein in London/Harrow

„Once upon a time…“ – „Es war einmal…“ so beginnt ein englisch-deutsches Tennismärchen, das die Harry-Potter-Stadt London-Harrow mit der Brüder-Grimm-Stadt Kassel verbindet.

Einst stand der Londoner Computerspezialist John Glass in Diensten des Kasseler Konzerns Wintershall, spielte für sein Leben gern Tennis in unserem schönen Club. Im Jahr 2002 hatte er Besuch von seinen Freunden Wendy und Mike Driver aus dem zweitältesten englischen Tennisclub Harrow, wo man sich 12 Plätze mit dem ehemaligen Internat Winston Churchills und weiterer 4 Premierminister teilt.

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Wie durch Zauberei entstand dabei eine länderübergreifende Tennisfreundschaft, die dank der tennisbegeisterten Constanze Kalb lawinenartig anschwoll. Waren es im Jahre 2003 nur 12 Mitglieder, die nach London reisten, so sind es inzwischen mehr als 50 Personen.

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Seither wird in zwei Kategorien – Jugend und Erwachsene – um den Herkules-Cup gespielt. Mal am Fuße des Herkules auf unserer schönen Anlage, mal im Harrow-Lawn Tennisclub mit Blick auf das Wembley Stadion.

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Erwähnenswerte Highlights der letzten Jahre sind: Besuch der Harrowschool, einem weltberühmten Internat, Oxford, Windsor, natürlich London-City u.v.m.

In Kassel stand bislang u.a. der Bergpark und die Documenta auf dem Programm.

Fantastisch ist auch, dass der private Austausch nicht zu kurz kommt, denn es werden immer alle in Familien untergebracht.

In diesem Jahr wollen wir einmal etwas Neues ausprobieren: wir reisen gemeinsam für eine Woche im Oktober an den Gardasee in ein Tennishotel. Inzwischen haben sich 60 Personen angemeldet. Wir sind gespannt!!!

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HARROW ON THE HILL meets KASSEL at LAKE GARDA – das Match 2015 um den Wanderpokal!
Anfahrt mit Hindernissen in luftige Höhen, fantastischer Seeblick, Mixed-Turnier, krachende Bälle, „in“ and „out“, Bier, Wein, Grappa und Begegnungen mit unseren Freunden aus Harrow, exercising English language… Aber stopp! Nun doch alles lieber der Reihe nach:
Nachdem der Himmel seine Schleusen geschlossen und die Sonne in Stellung gebracht hatte, traf die Gruppe Harrow geschlossen im Mannschaftsbus in der Unterkunft ein, während die Frauen und Männer des TCBW individuell ins Quartier eintröpfelten. Die mannschaftliche Geschlossenheit musste sich erst noch entwickeln.

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Unser Quartier auf über 600 Meter Höhe über dem Gardasee offerierte uns einen fantastischen Blick über den See und die ihn umgrenzenden Berge, die in der Höhe schon mit Schnee bedeckt waren. Ein schlechtes Zeichen für die Lops? Das musste überprüft werden: Schnell auf den Platz, Bälle geschlagen, doch alles war gut, die Temperaturen allerdings etwas niedrig, somit bewegungsfördernd!

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Endlich stand das von Wolfgang Mehlhorn organisierte und geleitete Turnier auf der Tagesordnung. Da die komplizierten Regeln, die eigentlich ganz einfach waren, den Rahmen dieses Berichts sprengen würden, sei nur berichtet, dass jeder innerhalb der Mixedspiele für sich punktete und seine Punkte in die Mannschaftswertung einbrachte. Wer würde nach zwei Tagen und fünf Spielrunden in der Gesamtwertung die Nase vorn haben? Da aufgrund der unterschiedlichen Teilnehmerzahl die Paarungen englisch-deutsch gemixt, aber mit deutlichem englischen Überhang ins Turnier gebracht wurden, war die Verkehrs- oder Spielsprache englisch. Wunderbar war, wenn meine Bälle fünf bis gefühlte fünfundzwanzig Meter neben der Linie aufsprangen, ein aufmunterndes „unlucky“ von der Partnerin erklang; oder wenn ich traf: „Good shot“! Das musste man sich zueigen machen, um natürlich kompetent dagegen zu halten! Klappte nichts, war alles nur noch „unlucky“! So einfach kann Tennis sein! (Dies gilt natürlich nicht für unsere Spitzenkräfte!)

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Natürlich war Kassel im Hintertreffen: Harrow trainiert seit vielen Jahren stets im Mixed-Modus und spielt wettbewerbsmäßig nur in Doppelkonkurrenzen. Unwahrscheinlich erschien, dass die Teamtennis- und FreizeitspielerInnen des TCBW hier Paroli bieten konnten, die Niederlage war damit – wie bei fast jedem unserer Treffen mit Harrow – eigentlich vorprogrammiert. O.k.: „unlucky!“
Alternative Aktivitäten wie Schwimmen im Hotelpool oder Wanderungen in die wunderbare Berglandschaft, Bootsfahrt auf dem See oder das Grappa-Testprogramm am Abend sowie die Disco schienen möglicherweise ein erfolgreicheres Programm für Kassel zu sein.

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Das kann aber nur jemand denken, der unsere Freunde aus Harrow noch nicht kennt. Bei den letzten genannten Programmpunkten hatten wir keine Chance. So traf sich Harrow regelmäßig erfolgreich zur „Mannschaftsbesprechung“ vor dem Abendessen

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und ließ die ersten Rotweinflaschen kreisen, was erst durch das leckere Abendbuffet unterbrochen werden musste. Aber: Die Gespräche an der Bar in englisch oder auch zum Teil in deutscher Sprache, mit dem einen oder anderen Getränk entkompliziert, gehörten zum schönen und verbindenden Teil der Veranstaltung, an der teilgenommen zu haben, jeder froh war.
Natürlich wurden auch Reden gehalten, die Organisatoren (Constanze und Wendy) wurden berechtigterweise ebenso gelobt wie der Turnierorganisator (Wolfgang Mehlhorn). Auch die Champions des Wettbewerbs konnten hervorgehoben werden: Anke Reusse bei den Damen und nicht ganz unerwartet Alexei Zhigunov bei den Herren. Ihre Punktesammlung und die der anderen Mitstreiter ergaben das Gesamtergebnis. Konnte das ausreichen?
Es war eine wunderbare Woche, bei bestem (etwas zu kaltem) Wetter, vielen freundschaftlichen Begegnungen und Gesprächen, Ausflügen und schönem Tennissport im gemeinsamen Spiel zwischen und mit Deutschland und England!
Mehr braucht man eigentlich nicht, um sich zu freuen und zu erholen. Eine Wiederholung in welcher Form auch immer, ist angefragt. Das nächste Mal muss man einfach dabei sein!
Ach ja, gewonnen hat…Kassel…gaaanz knapppp! Aber: Wir haben den Pokal gewonnen, offensichtlich wurden doch ein paar Bälle getroffen und gut gespielt, somit gilt nur noch „lucky!!“
R.S.
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